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Geologie

Das Projektgebiet in der Neiße-Region zwischen Ostritz im Süden und Rothenburg im Norden ist geologisch sehr heterogen aufgebaut und tektonisch stark beansprucht.

Die prätertiären Einheiten zeigen eine deutliche Dreigliederung. Im Südteil des Projektgebietes dominieren die proterozoischen Granodiorite des Lausitzer Granodioritmassivs, die in proterozoische Grauwacken eingedrungen sind. In den Granodioriten sind die variskischen Granite von Königshaineingelagert.

Im zentralen Bereich treten in einer stark gestörten Abfolge altpaläozoische Phyllite, Tonschiefer, Grauwacken, Kieselschiefer, Marmore sowie basische und saure Vulkanite des Görlitzer Schiefergebirges auf. Sie finden nach Osten ihre Fortsetzung im Bober-Katzbach-Gebirge, dass als ein prävariskischerOlistostrom-Komplex angesehen wird. Mächtige Einheiten von unterpermischen Konglomeraten und Sandsteinen schließen sich in Richtung Norden an.

Die Plattformsedimente (i.W. Evaporite, Sandsteine, Mergelsteine) des Zechsteins, der Trias und der Oberkreide, die den tieferen Untergrund im nördlichen Teil des Projektgebietescharakterisieren, bilden die Beckenfüllung der Nordsudetischen Kreide-Senke.

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Ausschnitt aus der geologischen Karte Lausitz-Jizera-Karkonosze mit dem Projektgebiet

Tertiäre, Braunkohle-führende Sedimente (Sande, Kiese, Schluffe) lagern dem Grundgebirge im Nordteil des Projektgebietesflächendeckend mitMächtigkeiten bis zu 100 m auf und keilen nach Süden hin aus. Lokal sind diese Ablagerungen durch die Gletscherbewegungen der Eiszeit gestaucht und z.T. stark gestört. Während im zentralen Teil des Projektgebietes die tertiären Sedimente nur reliktisch bzw. gar nicht vorhanden sind, erreichen sie im Südteil im Becken von Berzdorf wiederum eine Mächtigkeit von 200-250 m. Besonders im südlichen Teil des Projektgebietes treten lokal tertiäre Vulkanite und Laven auf.

Die eiszeitlichen (pleistozänen) Sedimente der Elster-, Saale- und Weichselzeit mit ihren Moränen, See- und Flussablagerungen aus Mergeln, Kiesen,Sanden, Schluffen undTonen sind im Norden flächenhaft weit verbreitet. Einzelne quartäre Rinnen erreichen Mächtigkeiten von 50-80 m. Im südlichen Teil des Projektgebietes nimmt die Verbreitung und Mächtigkeit der eiszeitlichen Ablagerungen ab und wird dort als so genanntes Randpleistozän bezeichnet. Überlagert werden diese Sedimente durch spätweichselzeitlicheAufwehungen von Dünen und Löss oder durch Verwitterungsdecken (Gehängelehm).

Die rezenten warmzeitlichen (holozänen) Sedimente sind vor allem in den jungen Bächen und Flüssen als Auenlehme und –kiese/-sandeabgelagert. Die Neiße zeigt die jüngste Entwicklung besonders deutlich.

Tektonisch wird das Projektgebiet durch den NW-SE streichenden Lausitzer Hauptabbruch geprägt, der am nördlichen Rand des Görlitzer Schiefergebirges die mesozoischen Sedimente der Nordsudetischen Kreidesenke um mindestens 1500 m absenkt. Seine Aktivität reicht bis ins Jungtertiär hinein. Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass sich der NE-SW streichende, vulkanisch geprägte Egergraben von der Böhmischen Kreidesenke durch das Projektgebiet bis in die Nordsudetische Kreide-Senke erstrecken könnte. Zusammen mit N-S und E-W streichenden Störungen führte das zur Herausbildung der bis zu 300 m tiefen tertiären Becken von Berzdorf-Radomierzyce und Zittau-Turow.

 

Geologische Schnitte als Bestandteil des Strukturmodells der 3D-Modellierung

Vom Projektteam werden sieben Südwest-Nordost streichende geologische Schnitte im Maßstab 1:25:000 mit einer 10-fachen Überhöhung erstellt. Drei Schnitte verlaufen grenzüberschreitend. Die Schnitte sind meist senkrecht zu den geologischen Strukturen des Grundgebirges (Görlitzer Schiefergebirge, Lausitzer Granit- und Grauwackenkomplex) und der nordsudetischen Senke orientiert. Sie beinhalten die relevanten geologischen Einheiten und bilden mit dem Normalprofil (Auflistung aller im Zielgebiet zu erwartenden Kartiereinheiten) das prinzipielle Strukturmodell für das Kartiergebiet. Sie geben Aufschluss über die örtlichen Mächtigkeiten und Lagerungsverhältnisse der geologischen Einheiten.

Ergänzend wird aus modelltechnischen Aspekten ein Nord-Süd streichender Schnitt im Maßstab 1:25.000 und einer 5-fachen Überhöhung erstellt. Dieser verläuft westlich der Neiße, da hier zahlreiche tiefe aussagefähige Bohrungen zur Verfügung stehen. Er wird vom polnischen und deutschen Projektteam gleichermaßen zur Randanpassung im Grenzgebiet genutzt. Aufgrund der geringeren Überhöhung sind im Schnitt die känozoischen Einheiten Quartär und Tertiär jeweils zusammengefasst dargestellt. Vorteil der geringeren Überhöhung ist die bessere Darstellung der tektonischen Elemente und stratigraphischen Grenzen.

Die Lage der geologischen Schnitte zeigt die folgende Schnittspurkarte. Eine Kurzbeschreibung der dargestellten geologischen Einheiten mit ihrer zeitlichen Einordnung wird in der Legende zu den Schnitten gegeben, die in deutscher und polnischer Sprache zur Verfügung steht.

 

Der geologische Schnitt 4 (deutscher und polnischer Teil), sowie der N-S Schnitt können durch einen Klick auf die jeweilige Schnittspur geöffnet werden. Die dazugehörige Legende befindet sich hier.

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Verlauf der geologischen Schnitte im  Projektgebiet pdf pdf pdf

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